samosir – beautiful island, friendly batak people, good food

ein kleiner junge in flipflops rennt einem jungen, tapsigen hund entlang der strasse hinterher, seine grosse schwester schält eine mango für ihren kleinen bruder, dahinter ein bunter, überfüllter shop mit tüchern, sonnencreme und wc papier. die kinder beäugen uns etwas schüchtern, die shop keeperin winkt uns zu und preist ihre ware an. wir grüssen und lehnen mit einem lächeln ab. vorbei an  restaurants, hotels, souvenirshops, motorbike rentals und magic mushroom verkäufern gehen wir der brüchigen, staubigen strasse entlang. auf den veranden, auf den gehsteig hinaus stehen tropische pflanzen und blumen in töpfen aneinandergereiht. motorräder und einige laster kommen uns entgegen. einige hupen, manche rufen „hello“. plötzlich ruft jemand meinen namen. es sind uli und chris, das deutsche paar, das mit uns im jungel war. die hälfte der touristen, die uns im dorf begegnen, kennen wir bereits von bukit lawang. wir sehen das neuseeländisch beef cattle farmer paar beim abendessen und als wir das hotel wechseln müssen, sind die beiden creepy coreans unsere zimmernachbarn. nett, so viele bekannte gesichter! 

wir sind auf dem weg zu unserer neuen freundin. eine gut gebaute, doch feingliedrige shop keeperin, mit einigen grauen strähnen in den haaren und herzlichem lachen im gesicht. gleich an unserem ersten abend hier lernten wir sie kennen und besuchen sie seither jeden tag. wir sitzen auf ihrer veranda, trinken cola und lassen uns, wie kinder von ihrer mutter, eine mango schneiden. 

  
überall treffen wir auf nette einheimische, insbesondere frauen, die genügend gut englisch sprechen, um mir meine fragen zu ihrem lebensalltag zu beantworten. auf unserer „töff tour“ mit einem honda roller trinken wir oben auf dem hügel einen „white coffee“ (kaffee mit milch). ganz abgelegen wohnt da eine familie mit drei kindern. das jüngste 5 monate alt. wir hören es im haus schreien. gehütet wird der laden natürlich von der frau. etwas schüchtern sitzt sie einige meter von uns entfernt da und beobachtet uns. der white coffee ist der beste, den ich hier bisher serviert bekommen habe. sie freut sich und als wir gehen, haben wir sie überredet, ein selfie mit uns zu schiessen.     

  in den bergen bläst uns ein kühler wind entgegen und es riecht nach geschnittenem gras und kuhmist. wie zuhause. die aussicht über den see aufs festland und hinunter nach tuktuk ist atemberaubend, genau so wie die reisterrassen, maisfelder und nelkenplantagen auf unserer weiteren fahrt entlang der küste.     

in goratmogang finden wir ein verlassenes hotel mit dem namen ghorat, dessen blütezeit wohl schon einige jahre zurückliegt. wir sind die einzigen gäste und mit den besitzer, einer der wenigen moslems hier, verständigen wir uns mittels zeichensprache. wir bezahlen einen total überrissenen preis (umgerechnet ca 12 franken). dafür ist er nett zu uns und gibt uns ohne wenn und aber ein neues zimmer, als in unserem alten kakerlaken auftauchen. meine zeichen für krabbeltier und schrecken findet er super witzig und so begleiten uns kind und kegel neugierig zurück ins hotel und in ein neues zimmer. 

  
nach einer erfrischenden dusche steigen wir erneut aufs motorrad, um narli zu besuchen, die wir zuvor ca 7 km nördlich, in hatoguan kennengelernt hatten. sie ist 36, unverheiratet, super klein und feingliedrig, trägt ihr lockiges haar zu einem knoten zusammengebunden, ist gläubige protestantin und ziemlich gescheit. sie träumt von einem leben in japan oder singapur und von einem studium in harvard. doch ihre mutter sei arm und sie selbst besitze rein gar nichts. ein paar bücher und einen dixionär indonesisch-englisch, den sie immerzu in ihrer hand hält während unserem besuch. sie lädt uns zum abendessen ein. es gibt reis, grillierten fisch, eine art krautstiel in bouillon gekocht, dazu eine leckere rote sauce aus tomaten und knoblauch und abgekochtes wasser zu trinken, kleine bananen zum dessert. das leckerste essen bisher! so recht glaubt sie uns das nicht. ihre mutter hütet während dem essen den laden und lässt sich unser gespräch von ihrer tochter übersetzen. sie lächelt und nickt fortwährend und bittet uns dann 1000 mal, als gäste in ihrem haus über nacht zu bleiben. doch wir haben bereits das hotelzimmer bezogen und all unsere sachen dagelassen. am nächsten morgen schauen wir nochmals vorbei und kriegen ein leckeres frühstück serviert. hot tea und spaghetti in einer leckeren bouillonsauce mit kleinen roten zwiebeln. schüchtern fragt uns narli, ob wir eine schweizer münze für sie hätten als andenken. wir tauschen facebook kontakte und adressen aus. 

  
am nächsten tag erholen wir uns von der motorradfahrt und dem zu kurzen schlaf der letzten nacht, wo wir um 4.30 uhr von den aberhunderten krähenden hähnen geweckt worden waren, die voller inbrunst über das dorf hinweg miteinander kommunizierten. das wetter ist stürmisch. wolkig und windig. der see schlägt hohe wellen. das festland ist in der ferne nur schwach zu erkennen. alles ist grau in grau. 

unser letzter tag ist angebrochen und wir wollen die historischen batak  stätten in der nähe von tuktuk besichtigen. die stone chairs, wo die batak oberhäupte sich berieten, recht sprachen und wo auch leute hingerichtet wurden. sowie das grab des königs.    

 

am späten nachmittag im warmen licht der schon tief stehenden sonne nehme ich ein letztes bad im toba see. eine indonesisch familie, die im hotel nebenan ferien macht, leistet mir dabei gesellschaft. die 34 jährige mutter hat ein ebenmässiges gesicht und strahlende augen. ihre 6 jährige tochter, in eine übergrosse schwimmweste und schwimmflügel gepackt, ebenso. der vater fischt während wir uns von der sonne trocknen lassen und die fischschwärme im wasser beobachten. 

morgen geht es zurück nach medan. ich freue mich auf die fahrt im minibus, mit unserem fahrer rikki, bei dessen frau wir heute die fahrt gebucht hatten und mit erstaunen feststellten, dass wir ihren mann bereits kennen. zufälle gibt es. nicht aber freuen wir uns auf das laute medan und den kommenden tag in flugzeugen und flughäfen. wobei, ich habe gehört, dass auf der strecke vorallem propellerflugzeuge verkehren. das könnte lustig werden…

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