the lions group

müde steigen wir um 3:30 uhr aus dem airport train aus. bereits herrscht geschäftiges treiben. es wimmelt an indonesiern, die ihre familien in bandung, jakarta oder kuta besuchen wollen. am check in der lion air herrscht ratlosigkeit, als wir unsere gebuchte reise nach labuan bajo ankündigen. wie funktioniert das nur mit dem transit in bandung UND denpasar? und dann ist da auch noch der vulkan auf java ausgebrochen, der den flugverkehr auf der touristischsten insel indonesiens beeinträchtigt. hinter dem mädchen am check in schalter, mit lions bluse bekleidet ond rehaugen, steht eine gruppe von jungs in coolen jacken und polohemden, die zu uns rüber grinsen. wir warten. und warten. nach langem hin und her zwischen check in schalter und reisebüro (von aussen identisch und gleich zwei meter weiter) kommt einer der jungs auf uns zu und erklärt, dass es noch unsicher sei, ob wir in denpasar landen könnten. wir erklären, dass wir eigentlich nach labuan bajo wollen. ahaaa! und das ganze transit rätsel geht von vorne los. inzwischen stehen wir mit verschlafenen augen an der theke des reisebüros. ein mann und eine frau sitzen an computerbildschirmen aus dem jahr 2000 (?!). etwa 7 andere leute stehen dahinter und besprechen sich. auch die jungs in den coolen jacken diskutieren mit. was die wohl beizutragen haben? ein junger typ, etwas kleiner als ich, mit schräg sitzender baseballmütze und zu grossem t-shirt (er erinnert mich an den sänger von limp biskit) stellt sich neben uns an. where are you from? switzerland. and you? indonesia. sein anliegen scheint weniger kopfzerbrechen zu verursachen als unseres. drei der sieben transit-problem-löser kümmern sich um ihn. urplötzlich heisst es, wir könnten unser gepäck nun abgeben und den geplanten flug um 6:30 uhr wahrnehmen. 
in bandung steigen die meisten passagiere aus. adriana und ich werden von einem flughafen angestellten zu unserem gate begleitet. der flughafen ist winzig und voll gestopft mit leuten, die warten. der boy am gate kiosk hängt weit unten hinter der theke und beachtet mich kaum. schliesslich kriege ich mein wasser aber doch und setze mich zu den hunderten wartenden am gate. ich beobachte die beiden angestellten der security control. nach welchem prinzip sie die leute durchwinken oder nicht, ist mir ein rätsel. der männliche angestellte in adretter uniform hat jedoch deutlich mehr zu tun. vorwiegend männer werden auf offenem gelände flüchtig abgetastet – ein angehöriger der armee mit unordentlich zusammengebundener jacke und fehlendem hütchen, ein junger mann in lederjacke, ein älterer herr in einem traditionellen gewand mit hütchen. die kollegin des security steht daneben. irgendwas gibt es zu lachen. 

in denpasar werden wir von einer gruppe von ca. 10 lions angestellten empfangen, die in einem kreis hinter einem counter stehen und sich um die kontrolle unserer tickets und ausweise reissen. auf einem namensschild auf der counter steht „lions group“. well then, nice to meet you, lions group. 

in labuan bajo leert sich die eisgekühlte ankunftshalle langsam. das gepäckband bleibt stehen. unser gepäck fehlt. besorgt kümmern sich sofort drei angestellte um uns. ich gehe durch die grosse glastüre nach draussen. ein schwall warmer, trockener luft kommt mir entgegen und ich blicke in das erwartungsvoll grinsende, vielleicht etwas erleichterte gesicht eines jungen mit hochegebundenem kraushaar und in der sonne glitzernden ohrenringen, der ein schild mit meinem namen in der hand hält. kurz darauf spricht er in schnellem tempo mit den flughafenleuten und es werden abmachungen getroffen. wir stehen daneben und verstehen natürlich nichts. 

für uns schweizer mag das alles etwas chaotisch wirken, doch habe ich grosses vertrauen in die überaus freundlichen, hilfsbereiten indonesier gewonnen und bezweifle keinen moment, dass unser gepäck den weg nicht finden würde. wo auch immer man hinkommt, wird man von duzenden leuten umsorgt, deren einziges ziel ist, einen glücklich zu machen. von a bis z wird alles für einen geregelt, sodass man sich seelenruhig zurücklehnen kann. 

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